Der gestrige Tag war voll mit Instanzen: erst Onyxia’s Hort, dann der Geschmolzene Kern, danach Pechschwingenhort und schliesslich Ahn’Qiraj (AQ20).

Ragnaros down, die Zweite!
- Onyxia’s Hort
Eigentlich sollte man ja meinen, dass wir Onyxia inzwischen im Schlaf besiegen könnten, aber leider benötigten wir wiedermal einen zweiten Anlauf. Beim ersten Try hatten wir es nicht geschafft, in der zweiten Phase die Drachendame von einem Deep-Breath abzuhalten, der mich und viele der anderen Raidmitglieder sofort von unserem Leben erlöste. Kurz danach ging die komplette Raidgruppe down.
Beim zweiten Try lief es schon besser, aber irgendwelche Leute sind permanent den Dracheneiern zu nah gekommen, sei es durch Unvorsichtigkeit oder durch einen Schwanzhieb der Drachenmutter. Das führte natürlich dazu, dass viele Drachenwelpen schlüpften und die eigens dafür eingeteilten Magier (u.a. auch mich) in Atem hielten. Es ist wohl auch verständlich, dass ich ziemlich schnell in Mana-Not kam, aber das war noch das kleinere Übel, denn auf unserer Seite bekamen wir die Welpen zwar auch in der dritten Phase unter Kontrolle, aber die andere Seite beklagte einen plötzlichen Magier-Schwund – mit anderen Worten, sie wurden von einer kleinen Armee von Welpen dahingerafft. Trotz Mana-Knappheit habe ich mich dann auf die andere Seite begeben und die Meute mit Ach und Krach weggebombt, bevor sie noch weiteren Schaden anrichten konnte. Von erstmals sieben Magiern standen nun nur noch drei und mein Mana war restlos aufgebraucht, inclusive aller Reserven und Hervorrufung. Glücklicherweise bin ich aber schon so weit equipped, dass meine passive Mana-Regeneration schnell genug war, um in relativ kurzen Abständen noch Frostblitze auf Onyxia zu schiessen und ausserdem waren ja noch genug Leute am Leben, um ihr den Rest zu geben.
Im nachhinein muss man sagen, dass der Raid auf Onyxias Hort nicht zu unseren Glanzstunden gehört
- Der geschmolzene Kern: Ragnaros
Man konnte merken, dass wir uns hier schon warm gespielt hatten. Wir sind in einem Affentempo zu Majordomus vorgerushed, haben die Trashmobs auf dem Weg eher beiläufig weggefegt und ziemlich easy den Major zum zweiten Mal in dieser Instanz bezwungen (am Freitag hatten wir MC ja schon inclusive Majordomus gecleared). Danach sind wir nochmal rausgerannt, um uns den Blackrockspitzen-Feuerresistenz-Buff abzuholen. Hierbei laufen jeweils zehn Leute in die Blackrockspitzen-Instanz (leider sind maximal nur 10 Spieler gleichzeitig in dieser Instanz erlaubt), wo dann mindestens ein Priester mittels Gedankenkontrolle einen der dort nahe dem Eingang ansässigen Magier übernimmt, wodurch er dann die Anwesenden mit einem Feuerresistenz-Buff ausstatten kann. Die “Abgefertigten” Raid-Mitglieder verlassen dann so schnell wie möglich die Instanz wieder und geben somit weiteren Spielern die Gelegenheit, diesen Buff abzuholen. In dieser Zeit sollte die Raid vor der Instanz zusammen bleiben, da sich hin und wieder Horde blicken lässt – und wenn jemand stirbt, verliert dieser natürlich auch all seine Buffs…
Ausgerüstet mit unserem Einstündigen Feuerresistenz-Buff (der Resistenzwert ist dann glaub ich um 81 gesteigert!) und unserem zweistündigen Stormwind-Buff (den wir in SW bekommen haben, weil einer von uns kurz zuvor Onyxia’s Kopf abgeliefert hatte), der uns Castern 10% mehr Crit-Chance als auch den Fern- bzw Nahkämpfern 5% erhöhte Crit-Chance verspricht, sind wir in geschlossener Formation wieder in die Instanz des Geschmolzenen Kerns gerannt und standen uns dann recht bald Ragnaros persönlich gegenüber.
Inzwischen wurde die Zeit knapp, unsere Buffs neigten sich dem Ende zu, da wir nochmal die Lage besprechen mussten, aber im Prinzip war die Taktik bekannt, schliesslich hatten wir Ragnaros die Woche zuvor das erste Mal erlegt.
Dann ging die Schlacht los. Ich hatte mir noch einen Platz gesichert, bei dem ich im Falle eine Knock-Backs nicht hinten in die Lava hätte fallen können, stand aber immer noch in der Nähe meines Gruppen-Heilers. In einem fulminanten Kampf, bei dem Ragnaros keine Chance hatte, konnten wir das Lava-Ungetüm zum Ende der ersten Phase auf unter 25% Lebensenergie drücken! Dann kamen seine Söhne und leiteten die zweite Phase ein, aber die machten uns so gut wie gar keine Probleme und wir räumten sie zügig aus dem Weg. Schliesslich nahmen wir wieder unsere Positionen ein, um in der dritten Phase Ragnaros komplett zu vernichten. Ich glaube, diese Phase war die kürzeste =) - Pechschwingenhort
Nein, es ist nicht unsere Intention gewesen, jetzt schon mit BWL zu beginnen, und es war uns klar, dass wir im aktuellen Stadium noch lange nicht soweit sind, BWL ernsthaft anzugehen! Aber die Raidleitung (Leetmaster und Scotti) waren der Meinung, dass wir uns das ruhig mal anschauen sollten, was so in mehr als einem Monat auf uns zukommen wird. Schliesslich hatten wir gerade Ragnaros mit Leichtigkeit besiegt. Also sind wir alle los Richtung Blackrockspitze, um uns dann davor in den Pechschwingenhort zu porten. Einige Mitglieder mussten noch ausgetauscht werden, da diese noch nicht die BWL-Prequest abgeschlossen hatten. Nach einer längeren Vorbereitungs- bzw. Erklärungsphase waren wir endlich soweit und stürmten den ersten Saal mit Razorgore, dem Ungezähmten.
Die Taktik war eigentlich recht einleuchtend. Wir wussten, dass in allen vier Ecken des Saales Mobs spawnen würden, dass auf einer Seite anfänglich drei Orks standen, die Razorgore in Schach hielten, der seinerseits genau auf der gegenüberliegenden Seite des Saales stand. Dazwischen befanden sich so um die 30 große Eier. Also wurde die Raid in vier Gruppen eingeteilt, also jeweils zwei 5er-Gruppen, die sich um die jeweilige Ecke kümmern sollten. Zudem wurde ein Schurke dazu abkommandiert, um das Gerät zu bedienen, welches Razorgore kontrollierte.
Unsere Erste Aktion war es, die drei Orks aus dem Weg zu räumen, während gleichzeitig der Schurke die Kontrolle übernahm und Razorgore dazu brachte, das erste Ei zu öffnen.
Alles schön und gut bis hierher
Leider mussten wir quasi sofort erkennen, dass wir von einer Übermacht Mobs überrant wurden! Die sind mit einer Geschwindigkeit gespawnt, dass wir gar keine Zeit hatten, darauf zu reagieren. Ich schätze mal, einerseits ist unser Damage-Output noch nicht gross genug und andererseits sind wir mit der neuen Situation einfach noch nicht vertraut genug gewesen. Jedenfalls haben wir das zweimal versucht und dann aufgegeben…das nächste Mal in mehr als einem Monat werden wir besser ausgerüstet sein und das nochmal in grossem Maße versuchen. - Ahn’Qiraj (AQ20)

Kurinaxx, die Zweite!Nachdem wir in den Pechschwingenhort hineingeschnuppert hatten und der Abend bereits fortgeschritten war, hatte ich unsere Gruppe schon drastisch reduziert. Da wir aber noch nicht genug hatten, entschlossen wir uns spontan, AQ20 unsicher zu machen. Wie bereits in der Woche zuvor hatten wir wenig Schwierigkeiten mit Kurinaxx, General Rajaxx, und Buru dem Verschlinger. Wir entschlossen uns uns aber, statt Ayamis den Rächer, mit dem wir uns letztens angelegt hatten, aber eine Niederlage verzeichnen mussten, diesmal Moam herauszuforden. Leider war dieser Kampf genauso aussichtslos wie der gegen Ayamis

Grund dafür war, dass Moam sehr schnell sein Mana auffüllt und eine sehr starke Arkane Explosion loslässt, sobald er 100% Mana erreicht hat. Obwohl wir drei Hexenmeister und unsere Priester, als auch einen Jäger damit beauftragt haben, Mana abzusaugen, konnten wir nicht verhindern, dass es eine Manaexplosion gibt und dass dabei fast alle Raidmitglieder in die Luft geschleudert werden, unsaft aufschlagen und dabei meist sterben. Beim ersten Versuch bin ich, wie der komplette Raid auf diese Weise umgekommen.
Beim zweiten Mal war ich auch noch zu nah, konnte aber rechtzeitig auf den Blinzeln-Spell klicken, wodurch ich 20 yards nach vorne direkt auf den Boden geportet wurde, ohne einen Aufschlagschaden zu erleiden. Leider hatten viele der anderen Mitkämpfer nicht diese Möglichkeit und mussten sterben. Hinzu kam noch, dass diesmal ein Bug auftrat: Moam erhielt keinerlei Schaden mehr, regenerierte sich wieder auf 100%, hatte aber gleichzeitig kein Mana. Ausserdem kamen plötzlich einige der angriffslustigen Fische aus dem nahegelegenen Wasserbecken und schwebten plötzlich über dem Wüstensand…um dem Ganzen ein Ende zu bereiten liessen wir uns alle töten. Ich stellte mich dafür direkt zu einem der Fische, der mich dann totbiss :-/
Beim dritten Versuch lief es im Prinzip wieder genauso wie beim ersten, ausser dass ich diesmal auf Maximum Range operierte und so der Arkanen Explosion entging. Leider waren die meisten unserer Kameraden innerhalb dieser Range, was zum Kampfabbruch führte.
Der vierte und letzte Versuch verlief ähnlich, ausser, dass wir diesmal einen Game Master dabei hatten, der zuschaute. Leider mussten wir uns sagen lassen, dass alles normal ablief und wir an unserer Taktik feilen sollten.
Von meinem Standpunkt aus war das auch recht klar und nach einer kleinen Recherche auf diversen Taktik-Webseiten komme ich zu dem Schluss, dass prinzipiell sowieso alle Fernkämpfer auf Maximum Range arbeiten sollten. Desweiteren muss man, sofern man die Arkane Explosion nicht verhindern kann, diese eben kontrolliert herbeiführen, indem alle Nahkämpfer schnellstmöglich Abstand gewinnen und der zurückbleibende Tank aber hochgeheilt wird.
Bei einer recht lebhaften Nachbesprechung direkt danach konnte ich aber Leetmaster nicht davon überzeugen.
Die Phase danach konnten wir noch gar nicht praktisch durchgehen, da wir ja schon tot waren, aber in dieser zweiten Phase (nach ca. 90 Sekunden, normalerweise auch nach einer AoE) spawnen drei grosse Elementare, die ihrerseits wieder kleine Arkane Explosionen mit sich bringen, während Moam versteinert, aber weiterhin Mana für die nächste große Explosion regeneriert. Die Elementare sollten typischerweise von den Hexenmeistern gebannt werden, während der Rest weiterhin Mana absaugt und den Boss schnellstmöglich kleinkriegt. Ansonsten wacht er wieder auf und greift wieder in den Kampf ein, was aber nichts daran ändert, dass man ihn schnellstmöglich töten muss
Um den Tag noch schön abklingen zu lassen, bin ich dann mit meinem Kumpel Samlowry in Stranglethorn angeln gegangen. Dann war ich aber auch schon reif fürs Bett.





